Harmonie war einmal, das neue große Ding ist Dysharmonie. Und es gibt so ein paar Gestalten der immerwährenden geistigen Umnachtung, mit denen man es sich ruhig öfter verscherzen kann. Ich rede von der katholischen Kirche, oder Religion im Allgemeinen. Aber speziell von der katholischen Kirche.

Als deren Oberhirte Dingsbums der I. letztes Jahr das beschauliche Multimillionendorf Berlin besuchte, konnten es sich einige der grundsätzlich überdurchschnittlich Verbitterten nicht nehmen lassen, dagegen ihre Münder aufzumachen, Trompeten (nicht von Jericho) zu zücken und ihm und seiner Bande – auch den Einheimischen, gute Blasphemie macht keinen Halt vor der eigenen Scholle – den Besuch mit der ein oder anderen negativen Erinnerung zu versüßen. Solche Proteste haben manchmal Nachwirkungen; manchmal kosten sie sogar Geld. Zum Beispiel, weil die Staatsgewalt ihre Treue zu Recht, Gesetz, König und Kirche (unzutreffendes bitte streichen) beweisen will. Lange Reder, langer Sinn: Am Samstag ab 23.59h lädt das ://about blank in Zusammenarbeit mit den Vollzeitkloppis von Dicht am Mittag zu einem Sonntag im Zeichen des Kreuzes. Mehr Informationen bei Facebook oder Resident Advisor.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht, weil wir nicht dem WDR-Gesetz unterliegen. Sendungen, die vom WDR in Auftrag gegeben wurden, tun das. So zum Beispiel die Sendung Kekebus! von Carolin Kekebus. Wie das SZ TV-Blog berichtet wurde aus ihrer Sendung eine Gesangseinlage gestrichen, weil sie religiöse Gesetze verletzen könnte, und das ist böse, weil s. Gesetz. Klingt soweit nicht einleuchtend, es sei deswegen hier gezeigt.