Archive for the ‘33/45’ Category

Annulled User – 02

Montag, April 7th, 2014

Mit kurzer Kritik ist es so eine Sache, sie trifft oft ihren Gegenstand nur so halb und die großen Schwestern aus dem vergangenen Jahrhundert sind dann halt cooler. Technoplatten verzichten gerne  auf jede Kritik und dieses Lamento ist so alt, dass man es selber schon gar nicht mehr hören mag. Es ist nicht nur deswegen obsolet so gedankenverlorene Denkansätze zu fabrizieren wie: «Man könnte sich jetzt vermutlich darüber streiten, ob die Dreisatzökonomiekritik des Begleittextes das Elend unserer Vergesellschaftung auf den Punkt trifft, oder doch hinter der Dreibuchökonomiekritik des ollen Kalle zurückbleibt.» Die Dreisatzökonomiekritk dieser Platte lautet:

«The end user has now become obsolete. We are just an entity that sell goods. We are not the target but on the contrary a mean to make profit.»

Ja doch stimmt aber. Nichts aber. Es stimmt und für einen Promotext ist das vermutlich eines der klügsten Statements über die uns umgebende Welt, die man zu lesen kriegen wird. Verfeinert wird dieser Umstand dadurch, dass die 02 keineswegs hinter der 01 zurückbleibt, sondern glücklicherweise noch ein bisschen variantenreicher daherkommt. Techno. Gut.

The other side of pop.

Freitag, Februar 7th, 2014

Es dürfte regelmäßigen Leser*innen dieses unregelmäßig aktualisierten Blogs kein unbedingtes Geheimnis sein, dass wir Fan des Erased Tapes-Umfelds sind. Wir sind außerdem Fan von Pop und noch mehr von Versuchen, Pop neu zu interpretieren. Ob nun Daughters Version von Get Lucky, Ben Howards Version von Call Me Maybe oder – die neueste Ergänzung zur immerwachsenden Liste – Ólafur Arnalds, Arnór Dan, Douglas Dare, Björk Óskarsdóttir und Hallgrímur Jensson, die Say My Name von Destiny’s Child neu interpretieren.

Tipp zur Nacht: Nils Frahm – For (Max Cooper Remix)

Samstag, Oktober 5th, 2013

Nils Frahm trifft Max Cooper. Traumhafte Kombo. Der hier geremixte Track For stammt von Frahms Juno EP, die vor Kurzem übrigens als 12″ mit Remixen von Luke Abbott und Clark neu gepresst wurde. Die EP sollte man sich kaufen, den Max Cooper Remix gibt es geschenkt. Geschenkt gibt es übrigens auch das Album Screws von Frahm, das nach einem Daumenbruch auf dem Weg der Besserung entstand.

Und wer jetzt noch nicht genug hat, was  vollkommen verständlich ist, sollte sich dringend die gemeinsame Improvisation der Herren Frahm und Arnalds in der Volksbühne anschauen. Und sich durch den Backktalaog von Erased Tapes hören.

Another sound is necessary.

Dienstag, August 13th, 2013

Dies ist ein Werbebeitrag. Für einen Club. Ekelhaft. Wer das findet, darf ruhig wegschauen. In Leipzig tut sich was und das braucht Hilfe. »Was« meint in diesem Fall ein Kollektiv aus dem, was dann wohl irgendwie als Kreative bezeichnet werden würde, wenn man dem Ganzen den Beigeschmack des Najagehtso geben wollen würde. Aber wie gesagt: Dies ist ein Werbebeitrag. »Was« meint ziemlich töfte Menschen, die einen Club bauen. Oder besser: Einen Veranstaltungsort. Neben dem schnöden BummBumm sollen in der Location auch Vorträge gehalten oder Filme gezeigt werden. In den Worten des Kollektivs: »Gelegenheit zum Austausch, Bildung und zur Zusammenarbeit«. Dieser Ort wird den  Namen Institut für Zukunft tragen und zu diesem gehört die Crowdfounding-Kamapgne Another Sound Is Possible. Dem Club fehlt nämlich: Eine Anlage. Eine von Kirsch Audio, der Firma, die auch im Horst Krzbrg für großartigen Klang gesorgt hat.

Das Ziel ist die Akkumulation von 30.000€ bis zum 23.08., 23.59h. Im Moment fehlen für dieses Ziel noch 9.252€. Für die Unterstützung kriegt man einiges von einem Danke über Turnbeutel bis zur eigenen Party (die Redaktion dieses Blogs trägt sich mit dem Gedanken noch schnell eine Crowdfounding-Aktion ins Leben zu rufen, die die 2.000 für die eigene Party benötigten Euro auftreibt), vor allem aber Musik, die es in sich hat. Lieblingslabels wie Killekill, Connwax oder Dystopian haben Platten zur Verfügung gestellt und eine illustre Schar an Produzent_innen hat Tracks für die zweiteilige Support-Compilation gespendet.

Und jetzt? Kommt dein Part. Du gehst auf die Crowdfounding-Seite, suchst dir eines oder mehrere der zur Verfügung stehenden Pakete aus, sagst bitte allen deinen Freund_innen, das sie dasselbe tun sollen (von denen abgesehen, die nach dem ersten Satz aufgehört hätten zu lesen) und am Ende, meint: Anfang, sehen wir uns im Herbst in Leipzig und schwingen das Tanzbein.

Good Kingdom.

Freitag, Juli 5th, 2013

Vor ein paar Monaten wurde ein neues Moderat-Album angekündigt, letzte Woche die erste Single veröffentlicht. Bad Kingdom ist als Download und limitierte 10″ auf Monkeytown, dem Label von Modeselektor, erschienen, das Album wird Anfang August nachgereicht. Dass das Video zur Single wieder von der Pfadfinderei stammt, lässt auf ein ähnliches audio-visuelles Gesamtkunstwerk (Zur Erinnerung: Rusty Nails) wie beim ersten Album hoffen, überhaupt lässt der Track einiges erwarten. Wer nicht warten kann – oder will – kann sich schon Tickets für die Release-Shows im Hamburger Kampnagel (11. August) respektive der Berliner Columbiahalle (29. September) sichern, oder das Album in verschiedenen Ausführungen vorbestellen.

Album: Moderat – Moderat II | Monkeytown Records | erscheint am 2. August 2013
Single: Moderat – Bad Kingdom | Monkeytown Records | bereits erschienen

Tipp zur Nacht: Queerifications & Ruins.

Donnerstag, Juli 4th, 2013

DJ Sprinkles, hat vermutlich auch Vor- und Nachnamen und Alter, ist so ziemlich das, was man »Wahnsinnsproduzent« nennt. Meistens ist das House, macht aber, wie bei seinem verzückenden Empty Dancefloor Remix für June, auch vor Ambient keinen Halt, von unzähligen Einflüssen abgesehen.1 Nebenbei macht er auch noch einen ganzen Haufen anderes Zeugs. Texte, Performances, Design, gerne mit dem Vorzeichen Queer. An dieser Stelle sei es dabei belassen, auf seine Website hinzuweisen. Um seine Musik geht es bei der Anthologie mit dem wunderbaren Namen Queerifications & Ruins. Die Bezeichnung Anthologie verrät es schon, es geht um zusammengefasste Werke: Remixes von ihm aus den Jahren 2006-2013. Erschienen ist sie auf Mule Musiq, die schon das Album Midtown 120 Blues und einen feinen Haufen EPs von ihm veröffentlicht haben. Begleitend zur Doppel-CD sind 4 der Tracks auch auf 2 VinylAuskopplungen zu haben. Schwallinsall. Anhören.

DJ Sprinkles — Queerifications & Ruins – Collected Remixes By DJ Sprinkles | 2CD bzw. 2 x 12″ | Mule Musiq

  1. Kritische Fußnotiz: Wegen solcher Sätze, die in ihrer überstrapazierten Wahrheit manchmal so nötig wie sie immer quälend sind, wird über Musik schreiben schnell zum Spiel mit den eigenen wie fremden Zehennägeln. []

Get Evolution.

Dienstag, Juni 11th, 2013

Über Get Lucky, manche kennen’s vielleicht, ham ja diese Daft Punks als erste Single ihres letzten Albums Random Access Memories veröffentlicht, gibt es nichts mehr zu sagen. Es gab sowieso nie was zu sagen, seit ein befreundeter Musikredakteur sagte, dass es ein Welthit ist. Stimmt. Welthits haben leider die Angewohnheit, schnell zu nerven – gerade, wenn die Welt erkennt, dass sie es mit einem Welthit zu tun hat. Und jetzt habe ich doch wieder was gesagt. Tut mir leid. Gegen den Nervfaktor helfen schaurigschöne Versionen, wie die von Daughter, oder originelle Ansätze, wie der, um den es eigentlich gehen sollte. Dieser Ansatz kommt von PV NOVA und führt Get Lucky am Gängelband durch 100 Jahre Musikgeschichte, inklusive Blick in die Zukunft. Seit den 90ern wird übrigens alles immer schlimmer. Aber, dass die 90er der größte Betriebsunfall in der Geschichte der Menschheit sind, führe ich ein anderes Mal aus. Versprochen. Film ab:


YouTube-Direktlink | Soundcloud-Download | via Kraftfuttermischwerk

Blasphemie ist eine Strategie.

Donnerstag, Juni 6th, 2013

Harmonie war einmal, das neue große Ding ist Dysharmonie. Und es gibt so ein paar Gestalten der immerwährenden geistigen Umnachtung, mit denen man es sich ruhig öfter verscherzen kann. Ich rede von der katholischen Kirche, oder Religion im Allgemeinen. Aber speziell von der katholischen Kirche.

Als deren Oberhirte Dingsbums der I. letztes Jahr das beschauliche Multimillionendorf Berlin besuchte, konnten es sich einige der grundsätzlich überdurchschnittlich Verbitterten nicht nehmen lassen, dagegen ihre Münder aufzumachen, Trompeten (nicht von Jericho) zu zücken und ihm und seiner Bande – auch den Einheimischen, gute Blasphemie macht keinen Halt vor der eigenen Scholle – den Besuch mit der ein oder anderen negativen Erinnerung zu versüßen. Solche Proteste haben manchmal Nachwirkungen; manchmal kosten sie sogar Geld. Zum Beispiel, weil die Staatsgewalt ihre Treue zu Recht, Gesetz, König und Kirche (unzutreffendes bitte streichen) beweisen will. Lange Reder, langer Sinn: Am Samstag ab 23.59h lädt das ://about blank in Zusammenarbeit mit den Vollzeitkloppis von Dicht am Mittag zu einem Sonntag im Zeichen des Kreuzes. Mehr Informationen bei Facebook oder Resident Advisor.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht, weil wir nicht dem WDR-Gesetz unterliegen. Sendungen, die vom WDR in Auftrag gegeben wurden, tun das. So zum Beispiel die Sendung Kekebus! von Carolin Kekebus. Wie das SZ TV-Blog berichtet wurde aus ihrer Sendung eine Gesangseinlage gestrichen, weil sie religiöse Gesetze verletzen könnte, und das ist böse, weil s. Gesetz. Klingt soweit nicht einleuchtend, es sei deswegen hier gezeigt.

Techno x Zamboni.

Donnerstag, Mai 9th, 2013

Repetitives Wiederherstellen einer von Kufen zerkratzten Oberfläche trifft auf repetitive Musik. So einfach lässt sich Michael Mayers neues Musikvideo zusammenfassen. Weil weiteres Geplapper dem Ganzen nichts zufügen würde, Film ab:


Michael Mayer – Mantasy on MUZU.TV.

Non, je ne regrette rien.

Samstag, April 27th, 2013

Letzte Platte. Ghosts. Robert Owens. Sun sun sun sun. Nervenzusammenbruch. Küsse. Kotze. Bier. Gedankenzerfaserung. Ramtamtam. Silva Rymd. Luftig. Heftig. Lustig. Gesichtszirkus. Nebel. Strobo. Wasserwerfer. Contour. Cotton Wood. Dusche. Dreck. Sofa. Kollektiv. Chaos. Ordnung. Rumms. Bier. Limonade. Pfütze. Garderobe. Leaves. Dunkel. Solidarität. Butterfahrt. Grizzly. Wechselgeld. Memory. Limiter. Kindergarten. Materialismus. Stempel. Schweiß. Zucker. Connwax. Familie. Sprachverfall. Wortverwirrung. Vorwärts. Jawoll. Naja. Platte. Buch. Punk. Akmê. Sonntagmittag. Religion. Häresie. Lobby. Mikrodisko. Efdemin. Deep. Bass. Heart. Hemingway. Faden. Weg. Silvester. Intervention. Johannes Vogel. Familie. Kasse. Film. Riss. Get Deep. Parallel. Egalität. Endorphin. Rausch. Leben. Wohnzimmer. Zeitseifenblasen. Night In Motion. Hastemal. Miriam Schulte. House. Brand. Rettung. Düne. Gras. Weg. Persönlichkeit. Baum. Haus. Flügel. Rauswurf. Rausverbot. Hausverbot. Scheißdeutsche. Nachschub. Plenum. Wohnwagen. Stillgestanden. Lautverwankt. Licht. CvD. Gehirnzellenverlust. Alte_rwasnhammertrack. Anja Zaube. Versackt. Verliebt. Verloren. Vermisst. Vergeben. Zeroize. Ende. Internationale. Wirklich letzte Platte. Band. Medien. Trinkgeld. Hintergrund. Regen. Arschaufreißen. Zärtlichkeit. Wassereis. So leer heute. Uff ist das voll. Warten. Wartung. Nadel. MDF. Festhalten. Bar. Zurück. Öfter hier. Heute nicht. Antifa. Performance. Putzen. Sport. Einfall. Toilette. Savas Pascalidis. Umbau. Lager. Überdosis. Nüchternheit. Blättchen. Gästeliste. +1. Stehst nicht drauf. Oh. Aufhören. Abgang. Rhythmus. Weitermachen. Bürokratie. Luft. Krankheit. Live. Schichtplan. Techno. Getränkebon. Leidenschaft. Weinnachten. Wortfluss. Sinnfindung. Situation. Blick. Flyer. Geschwätz. Tür. Augenblick. Erste Platte.

Happy birthday, ://about blank.