Es wird Zeit sich mit billigstem Antipopulismus unbeliebt zu machen. Jetzt ist die Frage was hat das mit Heroin zu tun? Dann ist ist die Antwort nichts. Außer, dass die allseits für ihre humoristischen Leistungen anerkannte Regierung der Bundesrepublik Deutschland sich zu Drogen und Volksgesundheit geäußert hat.

Es trug sich zu in der Weimarer Republik, dass ein paar übermotivierte Politiker auf die Idee kamen, dass es vielleicht ein guter Einfall sei, der Bevölkerung vorzuschreiben, wie sie sich dumm machen dürfen. Denn, jemand, die Zeit ihres Tages in einer Opiumhöhle rumhängt und sich Pfeife nach Pfeife genehmigt, kommt in der Regel nicht mehr dazu die zersetzte Arbeitskraft dem Kapital zu Gute kommen zu lassen. Das ist ein Skandal. Seitdem hat der deutsche Staat von dieser Linie nicht abgelassen, auch wenn die differenziertere Meinung heutzutage auch Freundinnen der Drogen in die Parlamente und an die Strände demokratischer Meinungsbildung spült. Die Ex-Kifferinnen von den Grünen, die neuen Freunde des Rauschs in der Piratenpartei oder die Gegenfürgegenalles-Partei Die Linke. Nun, muss man keine Expertin sein, um zu wissen, wie viel von der offen propagierten Drogenfreundlichkeit übrig bleibt, wenn man in einer Koalition mit der CDU sitzt. Nichts. Denn spätestens, wenn man sich den Mühlsteinen des Realismus hingeben muss, um das alles, was man sich so halluziniert hat, auch im Rahmen der Finanzierbarkeit zu halten, hat sich so mancher Idealismus in Luft und Lippenbekenntnisse aufgelöst.

Aber darum geht es hier gar nicht. Es geht hier um Drogen und Drogenverhinderungspolitik. Mal eine Frage: Woher kommt das denn bloß, dass Gras, Heroin, Koks und all die anderen angenehmeren oder unangenehmeren Mittel zum Aushalten des Alltags andauernd bis immer mit irgendeinem Scheiß gestreckt sind, sich die Risiken beim Konsum ins Unermessliche steigen und so manche Drogenkarriere in der Gosse endet? Von einer Eigentumsordnung, die nicht den Rausch, sondern den Profit zu ihrer Maxime erhoben hat. Von einer Drogenpolitik, die auf Restriktionen setzt (übrigens, unter den Vorzeichen heutiger Gesellschaften ist das Gegenteil meistens genauso falsch, s. Profitinteresse). Von einer Scheinheiligkeit, die den Feierabendkasten Bier zur Kultur erhebt, drei Tage wach auf chemischen Derivaten aber für verrückt hält. Man wird doch wohl noch selber entscheiden dürfen, wie sehr man sich kaputtmacht. Und so lange die Option ist, sich dem Kapital als Profitmaschine zu veräußern, eben so richtig. Gebt das Heroin frei.